Kartoffeln pflanzen & Kartoffeln setzen

Kartoffeln pflanzen & Kartoffeln setzen – Die Kartoffel ist eine der wichtigsten Gemüsepflanzen der Welt.

Sie ist nicht nur ein Grundnahrungsmittel, mittlerweile wird sie auch industriell in den unterschiedlichsten Formen genutzt.

Kartoffeln pflanzen & Kartoffeln setzen
Kartoffeln pflanzen & Kartoffeln setzen

Der Anbau von Kartoffeln im heimischen Garten benötigt etwas Vorbereitung, damit sie sich gut entwickeln können und reichen Ertrag bringen.

Besonders wichtig ist die Auswahl der Sorten, von den es alleine in Deutschland schätzungsweise 4000 verschiedene Sorten gibt.

Dazu gehören sowohl Neuzüchtungen, die für die industrielle Verarbeitung genutzt werden, wie auch historische Sorten, die sich häufig in bunten Farben und ungewöhnlichen Formen präsentieren.

Die ursprüngliche Heimat der Kartoffel ist Südamerika, wo sie in Ländern wie Venezuela oder Chile angebaut wird.

Wärmeliebende Pflanze aus Südamerika

Nach Europa kam die Knolle ursprünglich mit spanischen Eroberern, die sie in die Heimat als Zierpflanze zurückbrachten.

Die Knolle ist im eigentlichen Sinne nicht die Frucht der Pflanze, denn sie bildet kugelförmige Früchte aus, die an winzige Tomaten erinnern. Dies ist nicht ungewöhnlich, da die Kartoffel wie die Tomate zur gleichen Familie der Nachtschattengewächse gehört.

Wie bei vielen Nachtschattengewächsen sind sie nicht oder nur bestimmte Teile essbar. Daher kam es vor allem in den ersten Jahren, als die Knolle sich in Europa verbreitete, zu Vergiftungen, da die Menschen die oberirdischen kugeligen Früchte aßen. Es dauerte einige Zeit, bis sie feststellten, dass von dem exotischen Gewächs lediglich die Knolle zu essen ist und dies auch nur im gekochten Zustand.

Als die Menschen allerdings herausfanden, wie die Kartoffel zu verwenden war, konnte ihr Siegeszug nichts mehr stoppen. Auf jedem Kontinent wird sie mittlerweile angebaut. Der Vorteil ist, dass es so viele Sorten mittlerweile gibt, wodurch es für jeden Standort eine angepasste Sorte gibt.

Eine Eigenschaft, die der Kartoffel bis heute erhalten geblieben ist, ist ihre Liebe zur Wärme. Frost verträgt sie überhaupt nicht. Obwohl die Knolle in der Erde begrenzt Frost überstehen kann, kann sie nicht mehr verzehrt werden, da sie ein unangenehm süßliches Aroma entwickelt. Beim Pflanzen der Kartoffel und bei der späteren Lagerung ist ihre Abneigung gegen zu tiefe Temperaturen ebenfalls zu berücksichtigen.

Standortwahl Kartoffeln

Die Kartoffel liebt es sonnig. Daher sollte im Garten ein offener Standort gewählt werden, wo sie im günstigsten Falle den ganzen Tag Sonne bekommt. An schattigen Orten führt sie eher ein kümmerliches Wachstum, wodurch sie auch kaum Ertrag bringt.

Bodenvorbereitung

Der Ertrag der Kartoffel ist stark vom Boden abhängig.

Kartoffeln pflanzen & Kartoffeln setzen
Kartoffeln pflanzen & Kartoffeln setzen

Der Boden sollte tiefgründig locker sein und keinesfalls sollte sich Staunässe bilden.

In diesem Fall kann die Knolle bzw. die Pflanze sogar absterben. Was die Kartoffel allerdings schätzt, sind sehr nährstoffreiche Böden.

Die Pflanze ist ein Starkzehrer, weshalb im Zuge der Bodenvorbereitung nicht nur der Boden tiefgründig gelockert werden muss, sondern auch Nährstoffe eingebracht werden müssen.

Nährstoffe können in unterschiedlichster Form in den Boden eingebracht werden.

Es kann beispielsweise Kompost eingearbeitet werden oder tierischer Mist von Kuh oder Pferd.

Mist sollte allerdings gut abgelagert sein. Frischer Mist ist für Kartoffeln ungeeignet.

 

Knollen auswählen

Bevor es an die Pflanzung geht, muss eine geeignete Sorte gewählt und davon wiederum gute Saatknollen ausgesucht werden.

Bei etwa 4000 Sorten ist die Auswahl nicht sehr einfach, in der Regel gibt es aber zu jeder Sorte eine Beschreibung. Was bei der Auswahl relevant ist, sind geschmackliche Vorlieben, denn grundsätzlich wird bei der Kartoffel zwischen mehlig oder festkochend unterschieden.

Mehlige Kartoffeln eignen sich sehr gut für Kartoffelteig, während festkochende Sorten ideal für Kartoffelsalat sind. Daneben wird auch noch zwischen dem Reifezeitpunkt unterschieden. Es gibt sehr frühe, aber auch sehr späte Sorten. Wer nicht nur eine geschmackliche Vielfalt haben möchte, sondern auch über eine längere Zeit die Knolle ernten möchte, der sollte unterschiedliche Sorten pflanzen.

Sind Kartoffelsorten gefunden, geht es an die Auswahl der Saatkartoffeln. Die Knolle sollte in diesem Fall nicht zu klein sein und gut in die Hand passen. Triebe entwickeln sich aus sogenannten „Augen“. Dabei handelt es sich um kleine Einbuchtungen in der Kartoffel. Je mehr dieser winzigen Einbuchtungen sie hat, umso mehr Triebe kann sie hervorbringen, wodurch auch der Ertrag größer ist.

Knollen vortreiben

Für einen besseren Start können die Kartoffeln vorgetrieben werden. Dazu werden sie für einige Tage in einen etwas helleren und warmen Raum gestellt. Der Raum sollte mindestens 10°C haben. Ideal ist eine Temperatur um 15°C und eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt das Wachstum. Beim Vortreiben der Knollen muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Triebe nicht zu lang sind, damit sie nicht beim Pflanzen abgebrochen werden. Maximal zwei Zentimeter sollten die Triebe lang sein.

Große Knollen können auch geteilt werden, wodurch zwei Saatkartoffeln entstehen. Beim Teilen muss allerdings einiges beachtet werden, damit die Knolle nicht verfault. Geteilt sollte die Kartoffel mit einem sauberen und scharfen Messer werden. Anschließend muss die Schnittstelle trocknen und sich wieder schließen. Erst jetzt sollte mit dem Vortreiben an einem wärmeren Ort begonnen werden.

Kartoffel in Reihenkultur

Typisch ist für Kartoffeln die Kultur in Reihen, was sich auch im Garten sehr gut realisieren lässt. Dazu werden wird ein Pflanzloch ausgehoben und die Knolle hineingelegt. Möglichst viele Triebe sollten dabei bereits nach oben zeigen. Das Pflanzloch wird wieder geschlossen und über der Stelle die Erde angehäufelt, dass ein kleiner Hügel entsteht. Anschließend wird die nächste Kartoffel gepflanzt und wieder ein Hügel angehäufelt. Beide Hügel werden anschließend miteinander wieder mit Erde verbunden, wodurch eine Reihe entsteht.

Die Hügel müssen bei der Pflanzung noch nicht so hoch sein. Der Ertrag kann verbessert werden, wenn im Laufe der Vegetationsperiode die Pflanzen immer wieder erneut angehäufelt werden. Dadurch werden die Reihen automatisch höher und die Kartoffel treibt am Stiel neue Wurzeln, wo sich Knollen bilden können.

Zwischen den Knollen sollte ein Abstand von rund 30 cm und zwischen den Reihen sollten 50 cm Platz sein.

Kartoffeln im Topf

Kartoffeln können nicht nur ins Beet gepflanzt werden, sie eignen sich auch für die Kultur im Topf.

Kartoffeln anpflanzen - Kartoffeln ernten
Kartoffeln anpflanzen – Kartoffeln ernten

Viele Pflanzen die Kartoffeln sogar in großen Tonnen.

Der Ertrag ist in diesem Fall bereits bei einigen wenigen Knollen sehr hoch.

Der Trick ist ähnlich wie beim Anhäufeln in der Reihenkultur.

Anstatt aber die Kartoffeln anzuhäufeln, wird die Knolle eher in den unteren Bereich des Pflanzgefäßes gelegt.

Sobald die Triebe sich zeigen und eine Höhe von ca. zehn Zentimetern erreicht haben, wird in das Pflanzgefäß Erde gegen, so das die Triebe nur noch wenige Zentimeter herausragen.

Dies kann solange wiederholt werden, bis das Pflanzgefäß voll ist oder die Pflanzen bald geerntet werden sollen.

Aus wenigen Kartoffeln auf engstem Raum können dadurch auch mehrere Kilo an Ertrag gewonnen werden.

Kartoffeln in der Pyramide

Die Kartoffel-Pyramide ist ebenfalls eine Alternative, wenn im Garten nur begrenzt Raum ist, um Kartoffeln zu pflanzen. Dazu wird ein Gerüst aus Brettern gebaut, bei dem immer kleiner werdende quadratische Rahmen versetzt aufeinander geschlichtet werden. Dadurch entsteht eine Pyramidenform und in die freien Stellen, werden die Kartoffeln sehr tief eingepflanzt.

Der Vorteil ist, dass den Kartoffeln eine sehr nährstoffreiche Erde zur Verfügung gestellt werden kann. Zum Ernten werden die einzelnen Elemente wieder abgetragen und die Knollen können einfach aus der Erde geholt werden.

Kartoffeln im Permakulturbeet

Die Kartoffel mag es zwar, wenn der Boden optimal ist, sie eignet sich aber auch hervorragend dafür, um Brachflächen oder Wiesen in Beete zu verwandeln. Dieses Konzept kommt aus dem Bereich der Permakultur und ist eine gute Möglichkeit, um ohne großen Aufwand bisher nicht als Anbauflächen genutzte Bereiche zukünftig zu bepflanzen.

Damit die bisherige Vegetation den Knollen nicht gleich viel Konkurrenz macht, sollte der Boden mit Karton ausgelegt werden. Dazu eignen sich Verpackungen, die möglichst nicht bedruckt sein sollen. Der Karton wird auf die Fläche aufgelegt und verteilt immer wieder mit einer Gabel eingestochen.

Anschließend wird im Abstand von rund 30 cm ein Kreuz in den Karton geschnitten und dieser aufgeklappt. An diese Stelle wird eine Kartoffel gelegt. Über die Kartoffeln kommt jeweils ein Kübel Kompost. Reihen müssen mit dem Kompost nicht zwingend gebildet werden.

Da der eine Kübel nicht ausreicht, um ordentlichen Ertrag zu bringen, müssen die Kartoffeln regelmäßig gemulcht werden. Sobald die Kartoffeln eine Höhe von rund 15 cm erreicht haben, wird mit Stroh oder alternativ Rasenschnitt gemulcht. Die Mulchschicht sollte möglichst dicht sein, da nur so die Kartoffeln weitere Wurzeln ausbilden und die Knollen nicht grün werden. Daher muss vor allem bei der Mulchschicht mit Stroh darauf geachtet werden, dass die möglichst dicht ist. Rasenschnitt hat hier deutliche Vorteile, da sich aufgrund der kurzen Halme weniger Lücken bilden können.

Der Vorteil von dieser Kulturform ist, dass durch das kompostierende Material die Kartoffeln ständig mit Nährstoffen versorgt werden. Die Mulchdecke sorgt zudem dafür, dass der Untergrund nicht so rasch austrocknet, wodurch deutlich weniger gegossen werden muss.

Zur Ernte wird das Mulchmaterial einfach beiseite geräumt. Dadurch muss auch nicht mühsam nach den Knollen in der Erde gegraben werden, wodurch der Rücken geschont wird.

Düngen und Gießen Kartoffeln

Kartoffeln sind Starkzehrer und müssen, auch wenn das Beet bereits nährstoffreich vorbereitet wurde, während der Vegetationsperiode mit weiteren Nährstoffen versorgt werden, damit sie sich gut entwickeln können. Ideal ist während des Wachstums flüssiger Dünger, wie Biodünger aus dem Handel.

Alternativ können auch Jauchen aus Pflanzen verwendet werden. Universell verwendbar ist beispielsweise die Brennnesseljauche. Diese düngt nicht nur, sie begünstigt auch eine Zellstabilität, wodurch die Pflanzen weniger anfällig für Krankheiten sind und der Schaden durch Schädlinge geringer ist.

In Jahren mit regelmäßigen Niederschlägen ist es nicht notwendig die Kartoffeln zu gießen. Lediglich wenn es längere Trockenperioden, die mehrere Wochen andauern, sollten die Kartoffelpflanzen durchdringend gegossen werden. Gießwasser sollte dabei jedoch nicht auf die Blätter gelangen, denn dies kann Krankheiten begünstigen.

Mischkultur und Fruchtfolge Kartoffeln

Obwohl Kartoffeln Starkzehrer sind, kann nachfolgen wieder ein Starkzehrer an gleicher Stelle gepflanzt werden. Der Grund dafür ist, dass Kartoffeln praktisch über die gesamte Vegetationsperiode einen hohen Nährstoffbedarf haben. Das Ende der Vegetationsperiode ist aber oft schnell erreicht, weshalb noch mehr als ausreichend Nährstoffe im Boden sind, wodurch auch in der nächsten Saison am gleichen Ort Starkzehrer gepflanzt werden können.

Was jedoch nicht auf dem gleichen Platz wie Kartoffeln wachsen sollte, sind andere Nachtschattengewächse. Dazu gehören beispielsweise Tomaten, Paprika oder Auberginen. Kartoffeln selbst sollten ebenfalls nicht am gleichen Platz gepflanzt werden. Dies hat auch den Grund, dass dies ein vermehrtes Auftreten von Krankheiten und Schädlingen begünstigen kann.

Aufgrund von Schädlingen ist die Fruchtfolge besonders wichtig. In der Regel sollten zwischen einer Pflanzung am gleichen Standort mindestens vier Jahre vergehen. Das macht es den gefürchteten Kartoffelkäfern deutlich schwerer die Pflanzen zu finden.

Als direkte Nachbarn zu Kartoffeln sollten wiederum keine anderen Nachtschattengewächse gepflanzt werden. Sehr gut vertragen sich Kartoffeln mit unterschiedlichen Arten von Bohnen auch Dicke Bohnen sind eine gute Gesellschaft. Gut vertragen sie sich auch mit Kreuzblütengewächsen wie Meerrettich oder Kohlrabi. Gute Nachbarn sind auch ideal als Furchtfolge. Oft reicht es bereits auch einfach nur ein Beet weiter zu rücken und eine Rotation hinein zu bringen.

Kartoffeln Schädlinge und Krankheiten

Ein großes Problem, das den Kartoffeln zu schaffen macht, ist der Kartoffelkäfer. Die schwarz und orange gestreiften Käfer sind gefürchtet, denn innerhalb weniger Tage können Käfer und Larven eine Pflanze komplett vernichten. Gegen den Kartoffelkäfer gibt es leider kein wirksames Mittel. Nicht einmal in der konventionellen Landwirtschaft gibt es wirksame Insektizide, die dem Käfer ernsthaften Schaden zufügen könnten. Im Hausgarten ist es die einfachste Lösung Käfer und Larven abzusammeln.

Während die Käfer selbst auf den Pflanzen zu finden sind, verstecken sich die Larven an der Blattunterseite. Auch die Eier, die eine orange Färbung haben und länglich sind, befinden sich an der Unterseite. Damit sie nicht innerhalb kürzester Zeit wieder zurück zu den Pflanzen finden, ist es notwendig die Käfer zu töten. Am einfachsten geschieht dies, indem die Tiere mit einem Stein zerdrückt werden. Einfach auf die Käfer zu treten hilft oft nichts. Sie haben einen sehr robusten Körperbau und bei einem weichen Untergrund werden sie lediglich in die Erde getreten, aus der sie wieder hervorkrabbeln können.

Ein weiterer Grund, warum die Käfer getötet werden sollen, ist, weil sie auch andere Nachtschattengewächse befallen können. In Jahren, wo das Klima passt und sich die Käfer stark vermehren, sind sie unter anderem auf Tomatenpflanzen, Auberginen oder Paprika zu finden. Während die Kartoffel eine begrenzte Menge an Fraßschäden vertragen kann, sind andere Nachtschattengewächse weitaus empfindlicher. Vor allem wenn die Käfer an die Blüten anderer Nachtschattengewächse gehen, ist mit einem erheblichen Ernteausfall zu rechnen.

Wer die Käfer dennoch lieber verjagen als töten möchte, der kann mit einer Brühe aus Rainfarn die Pflanzen besprühen. Dies muss jedoch regelmäßig wiederholt werden. Gießwasser und Regen waschen die Brühe wieder ab und der Weg ist frei für die Käfer. Der Rainfarn hat einen sehr intensiven Geruch, den viele Insekten nicht besonders mögen. Viele Pflanzen daher direkt zwischen die Kartoffeln vereinzelte Rainfarnpflanzen.

Ein weiteres Problem der Kartoffelpflanzen, jedoch auch anderer Nachtschattengewächse wie Tomaten, ist die sogenannte Krautfäule. Sie beginnt erst bei den Blättern und führt zum gesamten Absterben der Pflanze. Knollen, die sich bis dahin gebildet haben, sind nicht selten ebenfalls ungenießbar. Die Krautfäule ist jedoch im Vergleich zum Käfer einfacher und ebenfalls mit Hausmitteln zu bekämpfen.

Die Krautfäule zeigt sich in Form von Blättern, die sich braun verfärben und anschließend absterben. Zwar kann es im Laufe der Vegetationsperiode immer wieder einmal vorkommen, dass einzelne Blätter absterben. Weitet sich dies jedoch auf Stängel und weite Teile der Pflanze aus, muss unverzüglich gehandelt werden.

In ideales Hausmittel gegen die Krautfäule ist Milch. Diese wird im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt, und damit die Pflanzen besprüht. Vorzugsweise sollte Rohmilch verwendet werden. Steht diese nicht zur Verfügung, kann die Bildung von Milchsäurebakterien begünstigt werden, indem die Milch für einen Tag an einem warmen Ort steht.

 

Die Milchsäurebakterien verhindern die Ausbreitung der Pilzerkrankung und führend dazu, dass punktuell die befallenen Stellen abtrocknen. Geht der Pilz nicht zu tief in das Innere der Pflanze, kann sie problemlos weiter wachsen, sie hat lediglich einige braune Stellen.

Die Milchsäurebakterien, die sich überall in der Umwelt befinden, schaden der Pflanze nicht. Im Gegenteil, sie unterstützen sogar Organismen im Boden und fördern ein gesundes Pflanzenwachstum. Einziger Nachteil dieser Anwendung ist, dass die Pflanzen für einige Tage durch die Bildung von Buttersäure einen ziemlich unangenehmen Geruch entwickeln.

Der verliert sich jedoch nach einigen Tagen wieder. Zusätzlich bildet die Milch eine dünne Fettschicht, die sogar leichten Regen übersteht und die Pflanzen vor weiterer Infektion durch Pilzerkrankungen schützt. Nach einem starken Regen muss die Anwendung allerdings wiederholt werden.

Kartoffeln Ernte und Lagerung – Kartoffeln pflanzen & Kartoffeln setzen

Je nach Sorte beginnen die oberirdischen Pflanzenteile etwa ab Ende August bzw. Anfang September abzusterben. Dann sind die Kartoffeln reif zur Ernte. Für eine höhere Lagerqualität sollten sie jedoch ein bis maximal zwei Wochen, nachdem die Pflanzen abgestorben sind, im Boden verbleiben und noch etwas nachreifen. Das sorgt dafür, dass sie einen besseren Geschmack bekommen und haltbarer sind.

Zur Ernte werden die Kartoffeln mit einer Grabegabel ausgegraben.

Kartoffeln ernten - Kartoffeln essen
Kartoffeln ernten – Kartoffeln essen

Sie sollten von Erde befreit, jedoch nicht gewaschen werden. Gewaschene Kartoffeln sind nicht sehr lagerfähig und können sogar verfaulen. Bei der Ernte können die Kartoffeln anhand ihrer Größe sortiert werden.

Eingelagert sollten sie ein einen dunklen Keller werden, der etwa um 10°C und eine Luftfeuchtigkeit um 90% haben. Das begünstigt eine lange Haltbarkeit, jedoch haben nur noch wenige Keller solche Eigenschaften.

In jedem Fall sollte der Lagerort dunkel und kühl sein. Wird die Luftfeuchtigkeit nicht erreicht, können die Kartoffeln beispielsweise mit einer feuchten Zeitung abgedeckt werden. Die Zeitung sollte jedoch nicht direkt auf den Knollen aufliegen. Keinesfalls dürfen die Kartoffeln zu tiefen Temperaturen ausgesetzt werden, denn dadurch entwickeln sie einen unangenehm süßen Geschmack.

Eine Lagerung im Kühlschrank ist daher ungeeignet. Auch für die Erdmiete sind die Kartoffeln nicht geeignet, da hier ebenfalls zu tiefe Temperaturen herrschen. Bei geeigneten Lagerbedingungen halten die Kartoffeln nicht nur lange bis in die nächste Saison hinein, sie können auch erneut als Saatkartoffeln verwendet werden.

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