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Fußball Weltmeisterschaft 1954

Fußball historisch 4. Juli 1954: Fußball Weltmeisterschaft mit Gulasch gewonnen

Fußball Weltmeisterschaft 1954
Fußball Weltmeisterschaft 1954

Fußball Weltmeisterschaft 1954 – Das Jahr 1954 wird den Deutschen sportlich immer in Erinnerung bleiben. Deutschland wurde Fußball-Weltmeister. In Erinnerung bleiben wird aber nicht nur der WM-Titel, auch der Geist, der damals in der Mannschaft herrschte, wird unvergessen sein. Wurde die WM mit Gulasch gewonnen? Vielleicht, aber ganz sicher auch mit Teamgeist und viel Humor.

Die 3:8 Niederlage in der Vorrunde gegen Ungarn war bitter. Sehr viel leckerer war das Gulasch, das der DFB-Koch nach der Niederlage kochen sollte. Alfred Koch bewies viel Humor, als er sich ausgerechnet „Ungarisches Gulasch“ wünschte. Das war aber nicht die einzige humorvolle Situation, damals in Bern.

Fritz Walter und Herbert Rahn teilen sich ein Zimmer, sind aber sehr unterschiedlich. Während Herbert Rahn schon morgens zu sportlichen Späßen aufgelegt ist, steht Fritz Walter nur auf, weil er vor Lachen nicht mehr schlafen kann. Aber genau diese Stimmung war es, die die Mannschaft durch das Turnier trug.

Rauchen nur auf dem Wasser

Sportliche Höchstleistungen wurden auf im Stadion vollbracht, aber wer rauchen wollte, musste raus aufs Wasser. Draußen auf dem Thuner See, „übte“ sich Heinz Kwiatkowski im Schwimmen. Während sich die anderen über seinen merkwürdigen Schwimmstil amüsierten, übte Heinz nicht, er konnte nicht schwimmen. Ottmar Walter war der erste, der das bemerkte und rettete den Nichtschwimmer aus dem Thuner See.

Milchgläser als Alibi – Fußball Weltmeisterschaft 1954

Sowohl Rauchen als auch Hochprozentiges war natürlich nicht gerne gesehen. Der Thuner See und die Ruderboote waren das Alibi für eigentlich verbotene Zigaretten und für das Hochprozentige ließ sich der Barkeeper einfach Milchgläser einfallen.

Bundestrainer Sepp Herberger nahm es mit Humor und ließ ganz nebenbei einfach die Anspielung fallen: „Na, Männer. Trinkt ihr wieder eure Milch, was?!“ Zeit für Witze, ein gelebtes Miteinander und auch Zeit mal ein Auge zuzudrücken. Unverkrampft verbrachte die Mannschaft ihre Zeit miteinander und das zahlte sich aus, wie man im Finale feststellte.

Das Finale in Bern – ein unvergessener Moment für alle Fußballfans

2:0 Rückstand, nach außen hin schien alles verloren. Innen aber keineswegs, denn die deutsche Nationalmannschaft zeigte sich mit enormem Kampfgeist. Dieser war vielleicht auch der besonderen Atmosphäre geschuldet. Es dauerte nur acht Minuten und Deutschland stellte unter Beweis, dass das Team sich nicht einschüchtern ließ.

Bundespräsident Theodor Heuss bezeichnete Torhüter Turek zwar nicht als Gott, aber als netten Menschen. Zum Gott hatte zuvor Kommentator Zimmermann den Torhüter gemacht. Zwei Gegentore waren für den Bundespräsidenten dann wohl doch nicht gottgleich.

Helmut Rahn, der mit dem 1:2 das erste Tor für Deutschland schoss, bezeichnete die Ungarn ganz nebenbei als „Paprikafresser“. Heute dürfte das wohl mindestens eine Pressekonferenz samt offizieller Entschuldigung nach sich ziehen. Damals nahm den Ausrutscher etwas gelassener.

3:2 und Deutschland ist Weltmeister – das Wunder von Bern war vollbracht

Heute weiß es jeder, denn das „Wunder von Bern“ schrieb Geschichte. Deutschland gewann das WM-Finale mit 3:2. Am Abend des 4. Juli sagte Kapitän Fritz Walter den wunderbaren Satz: „Männer, die Tore sind geschossen.“ Sepp Herberger dachte schon am Finalabend an das nächste Spiel in Brüssel gegen Belgien und ermahnte Hans Schäfer freundlich nicht so viel zu trinken. Acht Wochen reichten Herberger nicht aus, um Hans Schäfer im Siegestaumel wieder nüchtern werden zu lassen.

Vielleicht sollte sich die heutige Nationalmannschaft diesen Geist von Bern zu Herzen nehmen und schreibt dann auch mal wieder Fußballgeschichte, über die man in 100 Jahren noch spricht. Schaden könnte ein wenig mehr Teamgeist und Lockerheit ganz sicher nicht. Verkrampft werden Spiele selten gewonnen.

Lederfußball in der Technik, wie er bei der Fußball Weltmeisterschaft 1954 zum Einsatz kam

Aus diesem Leder, welches übrigens ausschließlich von süddeutschen Rindern stammt, werden hochwertige Produkte wie Ledertaschen und andere Accessoires hergestellt. Ein ganz besonderes Highlight ist der Fußball „Torelli 54 Bern“.

Wie Sie vielleicht wissen, ist es eine regelrechte Wissenschaft, das runde Leder so herzustellen, dass es wirklich rund und auch noch gut einsetzbar ist.

Um die perfekte Kugel zu erzielen, muss das Leder in bestimmten Formen aus zahlreichen Einzelteilen zusammengenäht werden. Die Kunst dabei ist es, dass der Ball trotz der Nähte und der Lederflächen dazwischen perfekt ausbalanciert ist, sodass ein Geradeausschuss auch ein solcher bleibt.

Dieses spezielle Design eines Fußballs, wie er in Bern verwendet wurde, ist 1970 abgeschafft worden. Sonnenleder aus Bodman-Ludwigshafen hat diesen einmaligen Ball rekonstruiert und stellt ihn aufwendig her – was auch den Preis erklärt.

Dennoch ist der Torelli 54 Bern kein Objekt für die Vitrine. Regen, Sonne und Wasser geben dem Leder mit den Jahren eine besondere Patina, die nicht nur sehr schön aussieht, sondern das Leder über viele Jahrzehnte schützt.

Ein echter Lederball aus einem aufwendig hergestellten und genähten Leder gehört zu den Dingen, die durch Gebrauch nicht hässlicher, sondern viel schöner werden und dabei ihren Wert niemals verlieren. Im Gegenteil ist damit zu rechnen, dass auch dieser Lederball über die Jahrzehnte von Sammlern wesentlich hochpreisiger nachgefragt werden wird.

Lederfußball – Fußball Torelli 54 Bern – Die Patina wird mit dem Alter nichts an seiner Schönheit ändern

  • Der historische WM-Fussball aus Naturleder: TORELLI 54
  • der original achtzehnfeldrige Lederball, wie er bei der Weltmeisterschaft 54 in Bern gespielt wurde
  • Das perfekte Geschenk für Fußballfreunde
  • 18 handvernähte Streifen aus pflanzlich gegerbtem und gewalktem Allgäuer Rindsleder
  • Wichtig: dieser Ball ist (nicht) nur für die Vitrine gedacht, natürlich soll mit diesem Klassiker auch gespielt werden!
  • Dieser Ball riecht nach Leder

Die Flugeigenschaften des Lederfußballs sind anders als bei den heutigen Fußbällen und sind für „den modernen Fussballer“ ziemlich überraschend.

Bei der Fußball Weltmeisterschaft 1954 hieß die Mannschaft noch Nationalmannschaft und alle Fußballspieler hatten nur einen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Der erste Bundespräsident in der noch sehr jungen Bundesrepublik Deutschland.

Konrad Hermann Joseph Adenauer war der Bundeskanzler unserer jungen Nation.

 

Schweiz, Bern am 4. Juli 1954:

Im Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft spielt Deutschland gegen Ungarn. Im Vorrundenspiel haben die Deutschen 8:3 verloren.


Deutschland – Alle WM-Tore 1954 – 2014 (Mit original Kommentar)

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